Vor ein paar Wochen habe ich mir ein neues Arbeitslaptop gekauft. Meine Wahl fiel dabei auf ein Lenovo T420s von Harlander (www.harlander.com). Dies sind in aller Regel keine neuen Laptops (was einleuchten ist, da Lenovo schon bei der 450 Serie angekommen ist), jedoch bekommt man bei Harlander gute Laptops in einem wählbaren Zustand (neu, A-, B- oder C-Ware) zu einem ansprechenden Preis. So gibt es auch an meinem Laptop nichts auszusetzen, ausser dass einer der beiden verbauten Akkus nicht mehr die volle Kapazität bietet, aber das ist a) zu erwarten und b) zu verschmerzen gewesen. Ansonsten bietet das Laptop eine Vollausstattung (mit 3G Modul, hochauflösendem Display, SSD etc.)

Die Frage ist nur, was macht man aus OS Sicht mit so einem schnuckeligen Laptop, wenn einem der Sinn nach einem ansprechenden, performanten und aufs wesentliche begrenzte System hat? Linux drängt sich einem schnell auf, viele Linux Systeme bieten dem User mittlerweile ein richtig gutes und vor allem sicheres Erlebnis. Auch nach dem Support Ende von XP sollte wie in vielen Fachzeitschriften berichtet, einfach mal auf Linux geschaut werden. Auf Distrowatch.com kann man sich leicht einen Überblick verschaffen und die ersten Ergebnisse der Hitliste sind allesamt unerfahrenen Benutzern zu empfehlen (vielleicht mit Ausnahme von Debian), vor allem durch die Benutzung von automatischen Partitionierungssystemen, die eine Installation sehr einfach machen.

Jedenfalls fiel meine Wahl auf die alte Liebe Slackware. Slackware war anno 1996 meine erste Berührung mit einem Linux Betriebssystem. Damals habe ich eine 4 CD Box von Slackware auf einem Tisch eines örtlichen Computerhändlers gefunden und gekauft.

Die ersten Gehversuche damals waren mühsam, kaum Erfahrung mit PCs und schon gar nicht mit Linux führte dazu, dass die Einstiegshürde hoch war. Ich habe meinen ersten Internet Anschluss erst ein paar Jahre später gehabt (1999), so dass hilfesuche nicht besonders einfach war.

Warum also Slackware? Es gibt ein paar Gründe die für diese Distribution sprechen: Es ist die älteste verbliebene Distribution. Sie lehnt sich mehr an Unix an als andere Distributionen (Aufbau des Dateibaums). Sie ist einfach gehalten. Sie ist sehr stabil. Sie ist schnell. Und der Aspekt der Stabilität ist mir sehr wichtig. Ich hatte in den Slackware Testläufen vorab immer den Eindruck, dass Slackware sich allgemein am rundesten, beste Distribution überhaupt anfühlt. Ja, dies ist subjektiv, aber darafu kommt es auch an, man möchte sich ja wohl fühlen bei der täglichen Arbeit und nicht denken dass man sich hier verrenken muss oder aber, dass man Angst um seine Daten hat. Weiterhin ist der Releasezyklus von Slackware eher konservativer. Hier kommen schon mal ältere Software Versionen zum Einsatz, aber dies bestärkt nur den stabilen Eindruck den man von der Distribution bekommt.

Laptops mit Linux zu installieren erschien mir immer etwas schwieriger, da hier meist nicht so ganz übliche Hardware verbaut wird, und man zumindest früher ab und an Treiberprobleme bekommen hatte. Glücklicherweise scheint sich dies auch vollkommen gelegt zu haben und eine Linux Installation installiert alle Treiber weitestgehend selbsttätig. Hier kommt einem allerdings auch der Einsatz eines Thinkpads zu gute: diese Laptops haben seit Jahren eine sehr gute Linux Unterstützung da sie auch bei Entwicklern sehr beliebt sind.

Was gibt es also nun noch zu beachten? Während der Installation muss mit einem Text basierten Tool zur Partitionierung gearbeitet werden.Aber dies geht relativ einfach von statten. Man sollte mindestens zwei Partitionen anlegen, einmal eine SWAP Partition (in etwa in der Größe des RAM und eine für „/“ (root).
Aber es ist durchaus möglich noch weiter zu partitionieren und eigene Partitionen für „/home“ (dem Verzeichnis in dem die Userprofile mit Daten liegen) und andere Verzeichnisse anzulegen. Wenn die Installation voranschreitet, wird man noch gefragt, welches Dateisystem man einsetzen möchte, voreingestellt ist ext4, was man auch belassen kann. Es gibt aber noch ein paar weitere Optionen:

Vermutlich sind alle Optionen hier gut benutzbar (ich würde nur auf jedenfall kein EXT2 verwenden, aufgrund der hier fest vorgeschreibene fsck läufe beim Systemstart, die sehr nervig sein können.

Weiter geht es bald in einem Beitrag Nummer zwei.